Thanjavur

Thanjavur ist berühmt für den Gott Shiva gewidmeten Brihadishvara-Tempel. Das monumentale Bauwerk gilt als Höhepunkt der mittelalterlichen hinduistischen Tempelbaukunst im südindischen Dravida-Stil und gehört seit 1987 Weltkulturerbe der UNESCO.

Thanjavur war zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert die Hauptstadt des Chola-Reiches, des bedeutendsten südindischen Königreiches jener Zeit. Um 850 eroberte der Chola-König Vijayalaya Thanjavur und gründete in der Stadt einen Tempel für die Göttin Nishumbhasudini (Durga). Damit legte er den Grundstein für den Aufstieg des Chola-Reiches zu einer Großmacht. Unter Rajaraja I. (reg. 985–1014) und Rajendra I. (1014–44) erreichten die Chola den Höhepunkt ihrer Macht und kontrollierten ganz Südindien und Sri Lanka. Rajaraja galt als Förderer der Kunst und ließ in Thanjavur den monumentalen Brihadishvara-Tempel (1010 fertiggestellt) als Zeichen seiner imperialen Macht erbauen.