Die Zeit vergeht wie im Flug. Heute ist unser letzter Tag in Triest - morgen geht es mit dem Zug weiter nach Ancona. Wir haben immer nur kurz Zeit, in das Flair der Städte einzutauchen. Trotz der riesigen Kreuzfahrtschiffe und des Massentourismus lassen sich schöne Ecken entdecken. Der morgendliche Kaffee an der Bar ist ein Stück italienische Kultur, die dem hektischen Treiben der Touristen entgegenwirkt. Wenn man früh morgens, noch bevor die übrigen Touristen erwachen und aus den Hotels, Bussen oder Kreuzfahrtschiffen strömen, kann man das ursprüngliche Italien erleben. Der einfache Arbeiter trinkt zusammen mit dem Banker einen Kaffee an der Bar. Man kennt sich und grüßt sich.
Bei uns steht heute Kultur auf dem Programm: Wir hatten uns für die 11:00 Uhr Vorstellung im Teatro Verdi Trieste Karten für "Le Nozze Di Figaro" gekauft. Eine sehr schöne, kinderechte Vorstellung. Ich bedaure nur, dass ich kein Italienisch kann! Man müsste viel mehr Sprachen können ...
In der Kirche S. Maria Maggiore habe ich mich über mein Weitwinkelobjektiv gefreut. Ich müsste es viel öfter nutzen. Das extreme Weitwinkel eröffnet neue Perspektiven. Ich habe immer das Gefühl, ich müsste für alle Eventualitäten das entsprechende Objektiv dabei haben, weshalb das Standard-Zoom 24-70mm auch mein "Immer-drauf-Objektiv" ist. Mir fehlt oft der Mut, nur mit einer Festbrennweite bewaffnet eine Stadt zu erkunden - man könnte ja was verpassen - dabei müsste man nur den eigenen Blickwinkel anpassen. Aber das nur am Rande.
Abseits der Touristenströme ist Triet eine wundervolle Stadt! Wir haben es wieder genossen, durch die Straßen zu ziehen.
Am Abend wurden wir weckte der Lärm auf der Straße unser Interesse. Direkt vor unserer Tür fand eine Demonstration für Remigration statt. Nationalfahnen schwenkende Demonstranten wecken in mir immer ein ungutes Gefühl ... egal in welchem Land.


































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