China 2

Peking – Xi’an – Shanghai

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Die Reiseroute

 

Die zweite Reise nach China war als reine Städte-Tour geplant: Peking und Shanghai.

Wieder einmal hatte ich die Entfernungen in China unterschätzt. Ich hatte die Idee, dass wir uns zwischendurch noch kurz in Xi'an die Terrakotta Armee ansehen könnten, wenn man schon mal da in der Nähe ist ...  Xi'an liegt zwar zwischen Peking und Shanghai, allerdings ungefähr 1200 km im Landesinneren ...

Obwohl Xi'an auch einen Flughafen, hatten wir uns für den Nachtzug entschieden. Unsere Reise verlief somit wie folgt: Mit dem Nachtzug von Peking nach Xi'an, von dort mit dem Nachtzug nach Shanghai und von Shanghai mit dem Hochgeschwindigkeitszug wieder zurück nach Peking. Natürlich stand in Peking auch ein Tagesausflug zu der großen Mauer auf dem Programm.

Visum und Einreise

 

Das beantragen der Visa war problemlos. Erstaunlicherweise hat sich in den letzten 5 Jahren wenig geändert. Man muss immer noch seine Reiseroute samt Unterkünften angeben, aber zu den Fahrten mit dem Nachzug gab es diesmal keine Fragen.

 

Der Flug nach Peking und das Einreiseprozedere verliefen ebenso völlig entspannt.

Im Flugzeug musste man noch das übliche Einreiseformular ausfüllen: Name, Geburtsdatum und –ort, Männlein/Weiblein, Nationalität, Reisepass-Nummer, Gültigkeit, Ausstellungsort, Flug-Nummer, Unterkunft (erste Übernachtung), Reisegrund.

Bei der Ankunft in Peking musste man jetzt erstmal selber an einem Automaten seinen Reisepass und die Fingerabdrücke scannen, bevor es dann zu der eigentlichen Passkontrolle ging. Hier wurde dann noch mal ein Fingerabdruck überprüft. Alles in allem ging das sehr schnell und wenn es mit dem Scannen der Fingerabdrücke etwas Probleme gab, war sofort eine Aufsichtsperson da, die den Scanner abwischte und versuchte einem zu helfen. 

 

Mit dem Airport Express, der den Beijing Capital International Airport mit der Stadt Peking verbindet braucht man etwa 30 Minuten bis ins Stadtzentrum. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass alles so schell ging. Auf das aufgegebene Gepäck brauchten wir auch nicht lange zu warten und so standen wir bereits 1,5 h nach dem Aufsetzen des Flugzeuges  mit unserem Gepäck vor unserem Hotel in der Innenstand.

Zugfahren in China

 

Von Hochgeschwindigkeitszügen bis hin zu Nachtzüge hat das Land in Fernost eine Vielzahl an bequemen und unbequemeren Bahnverbindungen zu bieten.

Von Peking nach Xi'an haben wir einen Nachtzug genommen. Meistens wird zwischen Soft-Sleeper (4-Bett-Kabine) und Hard-Sleeper (6-Bett-Kabine) unterschieden. Bei einigen wenigen Zügen gibt es noch die Luxusvariante Deluxe Soft Sleeper. Hier hat man dann eine Kabine mit nur zwei Betten und eigenem Bad.

Wir hatten uns auf der Fahrt von Peking nach Xi'an für die Luxusvariante entschieden: 2-Bett-Kabine mit eigenem Bad und Sessel.

Im Nachtzug von Xi'an gab es nur die Wahl zwischen Hard-Sleeper und Soft-Sleeper.

Von Shanghai nach Peking wollten wir dann mal richtig schnell unterwegs sein. Mit 350 km/h ging es durch das Land.

Fortbewegung in Peking und Shanghai

 

Die U-Bahn Pekings ist, im Kopf-an-Kopf-Rennen mit Shanghai, das längste U-Bahn-Netz der Welt. Beiden Städte haben weitere Ausbaupläne für ihre U-Bahnen. Das Pekinger U-Bahn-Netz misst 552 Kilometer und ist damit nach der Metro Shanghais das zweitlängste der Welt. Die U-Bahn verkehrt von 5:10 bis 23:40, wobei der Takt in der Hauptverkehrszeit drei bis vier Minuten beträgt.

 

Mit der U-Bahn ist es leicht, in Peking und Shanghai Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Die U-Bahnstationen und Unterführungen  sind sehr sauber und hell und der Weg zu den Linien ist relativ gut beschriftet. Nur beim Umsteigen von einer Linie zur anderen läuft man gefühlt einen Kilometer. Alte und beeinträchtigte Leute haben es hier schwer, zumal die Rolltreppen oft nur in eine Richtung laufen und der einzige Fahrstuhl zum Bahnsteig schwer zu finden bzw. überfüllt ist.

Bevor man mit einem gültigen Fahrschein durch die Schranke zum Bahnsteig gelangt werden Taschen und Gepäck in einem Scanner durchleuchtet. Man selber musst dann durch einen Metalldetektor gehen und wird anschließend noch von einem Mitarbeiter persönlich abgetastet. Dieses Procedere ähnelt dem Sicherheitscheck am Flughafen, nur ist es wesentlich schneller und flüchtiger. Der Security-Check wird beim Eingang zu jeder U-Bahn Station durchgeführt.

In den U-Bahnen finden sich auch jene gut zurecht, die kein Chinesisch (Mandarin) sprechen oder die Schriftzeichen lesen  können. In den Stationen findet man alle wichtigen Hinweise und Informationen auch in Lateinischer Schrift bzw. in Englischer Sprache. Auch auf den Liniennetz-Plänen sind alle Stationen zweisprachig beschriftet und in den Zügen werden die Stationsdurchsagen in Chinesisch und Englisch gemacht.

Bahnsteigtüren sind bei allen Stationen Standard; sie öffnen sich gemeinsam mit den Türen des Zuges und verhindern, dass jemand – absichtlich oder unabsichtlich – auf die Gleise fällt. Bei den großen Menschenmassen sind die Bahnsteigtüren bestimmt eine gute Sicherheitsmaßnahme. Allerdings bremsen sie den Fahrgastwechsel sehr. 

In Peking und Shanghai Bus zu fahren benötigt schon etwas mehr Abenteuergeist. Das größte Problem ist der fehlende Durchblick bei den unzähligen Linien. Leider sind die Fahrpläne an den Haltestellen nur chinesisch beschriftet, was die Orientierung wesentlich erschwert.