Vietnam

empfohlene Reiseführer:

Vietnam ist eine Sozialistische Volksrepublik in Südostasien. Sie grenzt im Norden an China und im Westen an Laos und Kambodscha.

 

Es lässt sich in folgende Regionen unterteilen:

  • Der Norden, die Umgebung von Hanoi: Von Sapa über das Delta des Roten Flusses bis zur Halong-Bucht. 
  • Die Zentrale Küstenregion, die Umgebung der alten Kaiserstadt Hue über die uralte Kleinstadt Hoi An bis nach Nha Trang.
  • Das Zentrale Hochland, weniger touristisch als der Küstenstreifen, Lebensraum von einigen Bergvölkern. 
  • Der Süden, die Umgebung von Ho-Chi-Minh-Stadt ist die Hauptwirtschaftsregion.
  • Das Mekong-Delta ist die Reiskammer Vietnams und kann über unzählige Flussarme und Kanäle auf dem Boot erkundet werden.

Die Reiseroute:

 

Das Ziel unserer Reisen ist ja immer, Land und Leute kennenzulernen, also möglichst abseits der Touristenpfade zu wandeln. Auf der anderen Seite interessieren uns aber auch die Sehenswürdigkeiten des Landes. Diesen Zwiespalt versuchten wir in unserer Reiseplanung Rechnung zu tragen. Start- und Endpunkt war Hanoi. Von dort aus ging es in den Norden, um die Märkte der Minoritäten zu besuchen. Ein Abstecher in Halong-Bucht ist ein absolutes Muss. Die Bucht ist seit 1994 von der UNESCO zu Weltkulturerbe ernannt worden. Von dort aus sollte die Reise über die alte Kaiserstadt Hue weiter Richtung Süden gehen. In dem Nachtzug von Hanoi nach Hue erreichte uns eine Nachricht aus der Heimat, aufgrund derer wir die Reise abbrechen mussten.

 

Leider hat uns auch das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Uns war schon klar, dass es in Nordvietnam um diese Jahreszeit kühl sein würde, jedoch hatten wir nicht damit gerechnet, dass es fast nur regnet. Schließlich sollten in den Wintermonaten die regenärmsten Tage in Vietnam sein. So hatten wir an guten Tagen einen grauen Himmel und an den schlechteren Tagen penetranten Dauernieselregen. Die Traumlandschaft Nordvietnams haben wir leider fast nur im Nebel gesehen.  Trotz allem, war es auch diemal wieder ein erlebnisreicher Urlaub.


Danksagung / Acknowledgment

 

Ein großer Dank gebührt an der Stelle den Mitarbeitern der folgenden beiden Hotels, die uns beiseite standen und uns bei der Organisation des Rückfluges sehr geholfen haben:

We would like to take this opportunity to thank the staff of the following two hotels, who assisted us and helped us to organize our return flight:

Centre Point Hotel in Hanoi  www.centrepointhanoihotel.com

Saigon Morin Hotel in Hue link to  www.booking.com

 

Das Centre Point Hotel in Hanoi ist an Hilfsbereitschaft und Mitgefühl nicht zu überbieten.  Obwohl es ausgebucht war, haben uns die Mitarbeiten in einem nahegelegenen Hotel untergebracht und uns weiterhin selbstlos und zuvorkommend geholfen.  An dieser Stelle nochmals einen ganz, ganz großer Dank! Wer immer ein Zimmer in diesem Hotel bucht, möge unseren Dank mitnehmen. Wir haben die Mitarbeiter des Centrepoint Hotels in Herz geschlossen; sie werden uns immer wohlwollend im Gedächtnis bleiben.

The Centre Point Hotel in Hanoi is unsurpassed in its helpfulness and compassion. Although it was fully booked, the staff accommodated us in a nearby hotel and continued to help us selflessly and courteously. At this point I would like to thank you again! Whoever books a room in this hotel, please take our thanks with you. We have taken the staff of the Centre Point Hotel to heart; they will always be remembered with kindness.


Noch ein paar  Daten und Fakten zu Vietnem:

 

Vietnams Fläche entspricht in etwa der Deutschlands. Das Land umfasst die weiten Ebenen der  Flussdeltas von Rotem Fluss und Mekong, die gesamte östliche Festlandküste Südostasiens sowie die langen Gebirgszüge und Hochebenen des Hinterlandes. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 1650 km, die Ost-West-Breite bis zu 600 km, während die schmalste Stelle in Mittelvietnam nur 50 km breit ist.

Die Geographie Vietnams wird auch als „Bambusstange mit zwei Reisschalen“ beschrieben: Im Norden und Süden liegen zwei fruchtbare reisliefernde Flussdeltas, dazwischen als Verbindung ein schmales, eher karges, von Wald und Gebirge geprägtes Gebiet. Insgesamt ist Vietnam zu 3⁄4 von Bergen und Hochebenen überzogen.

 

Das erste historisch belegte Königreich auf dem Gebiet des heutigen Vietnams entstand im 1. Jahrtausend v. Chr. Danach entwickelte sich ein friedliches Zusammenleben zwischen den Yues und den Han während der Trieu-Dynastie. 111 v. Chr. kam die Dynastie unter die Kontrolle der Han-Chinesen als Provinz der Han-Dynastie und blieb dies – unterbrochen von kurzen Zeiträumen der Unabhängigkeit – bis 938 n. Chr., als sie nach der Schlacht am Bạch Đằng-Fluss die Unabhängigkeit errang. Danach folgte eine Blütezeit der Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. In den folgenden Jahrhunderten expandierte Vietnam nach Süden. Im 19. Jahrhundert kam das Gebiet nach und nach als Teil von Französisch-Indochina unter französische Kolonialherrschaft.

Im Zweiten Weltkrieg besetzte Japan die Region, in einem mehrjährigen Krieg versuchte Frankreich anschließend ohne Erfolg, die Kolonialherrschaft wiederherzustellen. Als Folge der französischen Niederlage wurde Vietnam 1954 in das sozialistische Nordvietnam (Hauptstadt Hanoi) und das von den Westmächten unterstützte Südvietnam (Hauptstadt Saigon) geteilt. 1976 wurden die beiden Staaten nach dem Vietnamkrieg unter kommunistischer Führung wiedervereinigt. Seit 1986 laufen im Rahmen des Đổi mới marktwirtschaftliche Reformen, die aber bislang nur in Ansätzen zu einer politischen Liberalisierung führten. Hanoi wurde 1976 Hauptstadt des wiedervereinigten Vietnams, größte Stadt nach Einwohnern ist Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon); Haiphong, Cần Thơ und Đà Nẵng sind ebenfalls bedeutende Metropolen des Landes.

 

Der Einsatz von Umweltgiften durch die USA während des Vietnamkrieges hat die vietnamesische Natur nachhaltig geschädigt. Vor allem dioxinhaltige Herbizide wie Agent Orange, von dem die US-Luftwaffe etwa 40 Millionen Liter über dem Land versprühte, zeigen in großen Landstrichen nach wie vor Wirkung, da sie sich nur sehr langsam zersetzen und eine Halbwertszeit von etwa einem Jahrzehnt haben. So wurde während des Krieges etwa die Hälfte der Mangrovensümpfe zerstört, die sich nicht selbst regenerieren können. Die entlaubten Hänge im Landesinneren können nach wie vor nicht aufgeforstet werden, denn es können sich nur sehr widerstandsfähige Gräser halten, die während der Trockenzeit sehr anfällig für Flächenbrände sind. In der Regenzeit kommt es in diesen Regionen daher zu extrem starker Erosion.

Unter den Spätfolgen des Dioxineinsatzes haben nicht nur jene immer noch zu leiden, die damals direkt damit in Berührung kamen (Hautverätzungen, Chlorakne, Krebs). Das Gift fand auch seinen Weg in die Nahrungskette, was, durch die dadurch verursachte Schädigung des Erbgutes, unter anderem in signifikant erhöhten Zahlen an Fehl-, Tot- und Missgeburten seinen Niederschlag findet.

Neben Umweltgiften sind in den ländlichen Gebieten auch noch eine große Zahl von Blindgängern und Landminen zu finden. Nach wie vor werden jedes Jahr Bauern und Altmetallsucher von explodierender Munition getötet oder verletzt.

 

Millionen Hektar der tropischen Wälder, die zuvor bereits unter den Herbiziden zu leiden hatten, wurden seit den 1960er Jahren durch Brandrodung und Abholzung zerstört. Besonders betroffen hiervon ist der teils schwer zugängliche Norden. Zwar versucht die Regierung dem Einhalt zu gebieten, aber der Druck der schnell wachsenden Bevölkerung und die Armut in den Bergprovinzen veranlassen die Leute immer wieder dazu, Wald niederzubrennen, um Ackerland zu gewinnen. Tropenhölzer, wie das Teakholz, werden in Vietnam wie in ganz Südostasien trotz inzwischen strenger gesetzlicher Regelungen nach wie vor illegal gewonnen, um daraus Möbel für den europäischen, US-amerikanischen und japanischen Markt zu fertigen.

Es gibt Programme mit teils großer ausländischer Hilfe, die das Umweltbewusstsein der Vietnamesen stärken sollen. Regierung und Umweltorganisationen setzen große Hoffnungen in die Entwicklung des Ökotourismus. Sie haben bereits mehrere Nationalparks eingerichtet – den ältesten davon schon 1962 –, und einige Landschaften des Landes stehen unter besonderem Schutz der UNESCO.

 

Das Klima unterscheidet sich erheblich zwischen Nord- und Südvietnam. Der Norden weist ein gemäßigtes tropisches Wechselklima auf, es gibt eine kühle Jahreszeit von November bis April und eine heiße von Mai bis Oktober. Der Süden ist tropisch: warm bis sehr heiß während des ganzen Jahres, etwas kühler von November bis Januar, heiß von Februar bis Mai und mit einer Regenzeit zwischen Mai und Oktober. Die Wetterscheide zwischen diesen Gebieten bildet der Wolkenpass nördlich von Đà Nẵng.