Istanbul

Istanbul, früher Konstantinopel, ist die bevölkerungsreichste Stadt der Türkei und deren Zentrum für Kultur, Handel, Finanzen und Medien. Mit jährlich mehr als 11 Millionen Touristen aus dem Ausland zählt Istanbul zu den zehn meistbesuchten Städten der Welt.

Die Stadt liegt auf beiden Seiten des Bosporus, also sowohl im europäischen Thrakien als auch im asiatischen Anatolien. Aufgrund ihrer weltweit einzigartigen Transitlage zwischen zwei Kontinenten und zwei Meeresgebieten, dem Schwarzen und dem Mittelmeer, verzeichnet sie einen bedeutenden Schiffsverkehr. Istanbul ist einer der wichtigsten Knotenpunkte für Verkehr und Logistik auf internationaler wie nationaler Ebene.

Im Jahr 660 v. Chr. unter dem Namen Byzantion gegründet, kann die Stadt auf eine 2600-jährige Geschichte zurückblicken. Fast 1600 Jahre lang diente sie nacheinander dem Römischen, dem Byzantinischen und dem Osmanischen Reich als Hauptstadt.

Das Stadtbild ist von Bauten der griechisch-römischen Antike, des mittelalterlichen Byzanz sowie der neuzeitlichen und modernen Türkei geprägt. Paläste gehören ebenso dazu wie zahlreiche Moscheen, Kirchen und Synagogen. Aufgrund ihrer Einzigartigkeit wurde die historische Altstadt von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. 2010 war Istanbul Kulturhauptstadt Europas.

 

Leider ist der Terror auch in dieser wundervollen Stadt präsent. Es war erschreckend zu erfahren, dass genau eine Woche später an jenem Ort ein Terroranschlag stattfand und 12 Menschen starben. Der Attentäter sprengte sich inmitten einer deutschen Touristengruppe auf dem belebten Platz zwischen der Hagia Sophia und der Blauen Moschee in die Luft.

Hagia Sophia

Die Hagia Sophia ist eine ehemalige byzantinische Kirche, die später eine Moschee wurde und heute ein Museum ist. Sie befindet sich in Eminönü, einem Stadtteil im europäischen Teil Istanbuls.

Als Kuppelbasilika errichtet, setzte sie im Zeitalter Justinians I. im 6. Jahrhundert n. Chr. neue architektonische Akzente. Indem erstmals eine Kuppel mit 32 m Spannweite auf nur vier Auflagepunkten einen zentralen Raum überdeckte, die bis heute die größte jemals über vier Tragepunkten errichtete Kuppel geblieben ist und auf Grund der besonders kostbaren Innendekoration nebst den allgemeinen Dimensionen des Bauwerkes, gilt die Hagia Sophia allgemein als eines der großartigsten Gebäude aller Zeiten. Die Hagia Sophia, das letzte große Bauwerk der Spätantike, das bei weitem bedeutendste, das die Frühbyzantinische Architektur und Byzantinische Kunst im Allgemeinen hervorbrachte, war die Hauptkirche des Byzantinischen Reiches, Kathedrale Konstantinopels und religiöser Mittelpunkt der Orthodoxie und ist heute ein Wahrzeichen Istanbuls.

Topkapi

Der Topkapı-Palast in Istanbul war jahrhundertelang der Wohn- und Regierungssitz der Sultane sowie das Verwaltungszentrum des Osmanischen Reiches.

Mit dem Bau wurde bald nach der Eroberung Konstantinopels (1453) durch Sultan Mehmed II. begonnen. Zunächst ließ er einen Palast auf dem heutigen Beyazıtplatz errichten. Wenig später entschied er sich dann aber für ein zweites Projekt an anderer Stelle. Seit 1459 wurde auf der heute Sarayburnu genannten Landspitze zwischen Goldenem Horn und Marmarameer ein neuer, zunächst aus zwei Höfen (heute 2. und 3. Hof) bestehender Palast errichtet, der 1468 vollendet war. Dabei wurden Teile des byzantinischen Mangana-Palastes überbaut. 1478 wurde eine Wehrmauer im Abstand um den Palast fertiggestellt, die u.a. den Raum für den heutigen ersten Hof bildete. Damit war die Grundstruktur des Palastes bereits im 15. Jahrhundert in den wesentlichen Zügen festgelegt. Der Bau ist somit auch nach den späteren Umgestaltungen eines der bedeutendsten Architekturzeugnisse der Renaissanceepoche in Europa.

Ihr heutiges Aussehen erhielt die Anlage durch umfangreiche Renovierungen und Erweiterungen bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts. Der Palast besteht nicht aus einem einzelnen, sondern getreu der türkischen Tradition aus mehreren Gebäuden in einem großen Garten. Mit einer Fläche von über 69 Hektar und bis zu 5000 Bewohnern war der Palast eine eigene Stadt.

Galatabrücke

Die Galatabrücke überspannt das Goldene Horn zwischen den Istanbuler Vierteln Eminönü im Stadtteil Fatih und dem Hafenviertel von Karaköy (Galata) im Stadtteil Beyoğlu.

Da im 19. Jahrhundert mit dem Wachstum der Vororte nördlich des Goldenen Hornes der Fährverkehr mit Ruderbooten den Anforderungen nicht mehr genügte, wurde auf Initiative von Bezmiâlem, der Mutter Sultan Abdülmecids 1845 an dieser Stelle die erste Brücke errichtet. 1863 wurde der Besuch Kaiser Napoleons III. zum Anlass genommen, den Holzbau zu erneuern. 1875 führte eine britische Firma eine erste Eisenbrücke aus. Diese wurde wiederum 1912 durch eine neue Pontonbrücke mit zwei Etagen abgelöst, die von der Firma MAN-Werk Gustavsburg errichtet wurde.

Von 1845 bis 1930 war die Benutzung der Brücke nicht nur für Fahrzeuge, sondern auch für Fußgänger mautpflichtig.

Von 1937 bis 1938 wurden die Pontons vom MAN Werk Gustavsburg erneuert und die Brücke einer Generalsanierung unterzogen. Nach einem Brand im Jahr 1992 wurde die Brücke zunächst abgebaut, und aus einigen ihrer Teile zwischen Balat und Hasköy eine Brücke errichtet, die jedoch wenig später wegen ungünstiger Auswirkungen auf den Wasseraustausch im Goldenen Horn wieder entfernt werden musste.

Die heutige 42 Meter breite, ebenfalls zweigeschossige Konstruktion wurde 1992 fertiggestellt. Sie wurde nach einem Entwurf des deutschen Bauingenieurs Fritz Leonhardt von einem Konsortium unter Beteiligung der Firma Thyssen auf 114 Pfeilern errichtet, und ist die erste fest im Untergrund verankerte Brücke an dieser Stelle. Nachdem die unter der Fahrbahn gelegenen Geschäftsflächen lange ungenutzt leergestanden hatten, ist seit 2002 auch dieser Teil der Brücke in Betrieb: Es befinden sich dort Restaurants und Cafés.

2003 wurde die Verlängerung der bestehenden Straßenbahn über die Galatabrücke in die Neustadt weitergeführt, so dass die Nutzung der modernen Brücke nun weitgehend wieder derjenigen ihres Vorgängerbaus entspricht. Die Galatabrücke ist bis heute eine der vom Autoverkehr am stärksten beanspruchten Stellen İstanbuls, und trotz ihrer acht Fahrspuren ein „Nadelöhr“.

Große-Basar

Der Kapalı Çarşı, im Deutschen „Großer Basar“genannt, ist ein Geschäftsviertel im alten Istanbuler Stadtteil Eminönü im Stadtviertel Beyazıt.

Der Große Basar erstreckt sich über 31.000 m² und beherbergt rund 4000 Geschäfte mit den verschiedensten Angeboten. Angelegt wurde er im 15. Jahrhundert. Zentrum ist der Eski Bedesten (übersetzt: alte Tuchhalle) – ursprünglich als Schatzkammer geplant – unter dessen Kuppeln sich heute noch die Geschäfte der Gold- und Silberhändler befinden. Der gesamte Basar war ursprünglich aus Holz gebaut. Nach mehreren schweren Bränden ließ Sultan Mustafa III. die Gebäude teilweise aus Stein wiederaufbauen.

Wie bei Basaren üblich, sind die Geschäfte im Großen Basar nach Branchen sortiert. Außerhalb der Geschäftszeiten sind nicht nur die Läden, sondern auch die zahlreichen Eingänge zu den überdachten Gassen verschlossen.

Cisterna Basilica

Die Cisterna Basilica (auch Yerebatan Sarayı), oft auch Versunkener Palast genannt, ist eine spätantike Zisterne westlich der Hagia Sophia in Istanbul. Die Anlage ist eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Die unterirdische Zisterne ist 138 Meter lange und 65 Meter wurde zwischen 532 und 542 als Wasserspeicher für den Großen Palast anlegen. Darüber befand sich eine große Basilika, daher wird die Zisterne auch cisterna basilica genannt. Sie hat ein Fassungsvermögen von ca. 80.000 Kubikmetern Wasser.

Chora Kirche

Die Chora-Kirche (Kariye Müzesi), im Istanbuler Stadtteil Fatih gelegen, ist eine ehemalige byzantinische Kirche. Die Mosaiken und Fresken im Stil der palaiologischen Renaissance zählen zu den bedeutendsten und aufwändigsten Sakralzyklen weltweit. Die Kirche wurde unter den Osmanen im frühen 16. Jahrhundert in eine Moschee umgewandelt, nach 1948 restauriert und in ein Museum umgewandelt.

Kadiköy

Kadıköy ist ein Stadtteil von Istanbul auf der asiatischen Seite. Weltoffen präsentiert sich Kadıköy mit zahlreichen Kinos, Restaurants, Cafés und Bars sowie vielen Einkaufsmöglichkeiten, in der Fußgängerzone und an der Bağdat Caddesi (Bagdad-Chaussee). Obwohl der Tourismus hier nicht sehr verbreitet ist, ist Kadıköy ein sehenswerter lebhafter Stadtteil, der aber auch ruhige Ecken und zahlreiche Parks hat.