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Perugia - es geht immer nur rauf oder runter ...

Perugia thront auf einem Hügel und so gehen die Straßen und Gassem immer entweder bergauf oder bergab. Archäologische Funde belegen, dass das Gebiet des heutigen Perugia, dessen antiker lateinischer Name Perusia lautete, bereits im 9. und 8. Jahrhundert v. Chr. besiedelt war.

Das auf dem Berg liegende historische Stadtzentrum hat viele altertümliche Gassen und zahlreiche Kulturdenkmäler und Museen. Die Altstadt von Perugia ist nicht nur für ihre historische Architektur bekannt, sondern auch für ihre lebendige Kunstszene. Zahlreiche Galerien, Ateliers und Kunsthandwerksläden prägen das Stadtbild.

Der Platz Piazza IV Novembre ist das monumentale Zentrum Perugias und gilt als einer der schönsten und wichtigsten Stadtplätze Italiens. Dort befindet sich auch der beeindruckende Brunnen Fontana Maggiore, der durch mehrere Aquädukte mit dem Wasser von dem drei Kilometer entfernten Berg Monte Pacino gespeist wird.

Der Dom von Perugia, die Kathedrale Metropolitana di San Lorenzo, befindet sich direkt an dem Platz bei dem Brunnen, gegenüber von dem 

Palazzo dei Priori.

In Perugia gab es am Sonntag natürlich auch einen Flohmarkt.

Ich fand es aber viel spannender bergauf und bergab durch die Stadt zu laufen. Zunächst hatte ich ja versprochen ein paar Fotos von der MiniMetro zu machen. Erstmal ging es mit den Rolltreppen wieder runter. Perugia hat sehr rigide Maßnahmen gegen den Kfz-Verkehr eingeführt. Zu bestimmten Tageszeiten ist eine Sondererlaubnis erforderlich, um mit dem Kraftfahrzeug in die Innenstadt fahren zu dürfen, was sich positiv auf die Bewegungsmöglichkeiten der Fußgänger innerhalb der historischen Altstadt auswirkt. Pkw können auf einem der großen Parkplätze in den unteren Stadtteilen abgestellt werden, und die Innenstadt ist von dort über Rolltreppen erreichen.

Unten an den Rolltreppen befindet sich auf die Station "Cupa". Seit 2008 verbindet außerdem die Minimetrò Perugia mit sieben Stationen die unteren Stadtteile mit der Altstadt (den Streckenverlauf findet Ihr im gestrigen Blog).

Die Station "Cuba" liegt unterirdisch und um die Wagen fotografieren zu können, musste ich also die Straße weiter runtergehen, bis zur nächsten Station "Casa Bruciate". Ich hatte von dort aus dann auch den erhofften Blick auf die Strecke. Anschließend bin ich dann mit der MiniMetro wieder rauf bis zu Endstation "Pincetto" gefahren - dort befindet sich eine kleine Drehscheibe mit der die Wagen dann automatisch gedreht werden.

Von der Station "Pincetto" aus bin ich dann wieder zurück in die Altstadt gelaufen. Zwischendurch hatte man einen sehr schönen Blick, wobei ich dann später in der Altstadt ein noch besseren Aussichtspunkt gefunden hatte.

Fernab der Touristenpfade begegnet man kaum anderen Menschen. Man hat die Straßen und Gassen fast für sich alleine. Schade eigentlich, denn Menschen beleben die Fotos - so wirkt alles wie ausgestorben.

In der Altstadt tobte dann wieder das Leben. Dazu muss man erwähnen, dass einige Läden auch am Sonntag geöffnet haben.

In der Altstadt befindet sich auch eine offizielle Aussichtsterrasse mit einem Café.

Geht man die Straße noch ein paar Schritte weiter rauf, gibt es zwar keine Café, aber dafür einen besseren Blick.

Schaut man auf die Karte von Google Maps, findet man dort das "Acquedotto medievale di Perugia", ein begehbares Aquädukt, das mitten durch ein Wohnviertel verläuft.

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