· 

Catania - ein bißchen Sightseeing

Natürlich ging es morgens wieder auf den Fischmarkt. Erste Fotos vom Balkon, dann in einer Bar frühstücken (Kaffee an der Theke) und anschließend das Abendessen frisch vom Markt besorgen. Der Vorteil einer Ferienwohnung - man kann auf dem Markt einkaufen und selber kochen. Der frische Fisch lockt gewaltig, zumal wir so ein großes Fischangebot von unseren Märkten gar nicht kennen. Und die  Garnelen sahen einfach viel zu lecker aus - und sie haben auch richtig, richtig lecker geschmeckt! Dazu noch ein leichter Rotwein ... mmmh! 

Aber der Reihe nach, denn wir sind ja nicht vor Frühstück direkt zum Abendessen übergegangen. Erstmal stand noch Sightseeing auf dem Programm: Teatro Antico greco-romano di Catania, Chiesa di San Benedetto und die Basilica della Collegiata (letztere nur von außen).

 

Auf dem Weg zum antiken Theater sind wir noch an einer alten Therme vorbeigekommen: Die Terme dell'Indirizzo bilden zusammen mit den Terme della Rotonda, den Terme Achilliane, den Terme di Piazza Dante und den Terme di Sant'Antonio (auch bekannt als Bagni Sapuppo) eine der vielen römischen Thermenanlagen in Catania. Sie befinden sich auf der Piazza Currò, unweit des Doms und des Castello Ursino, und stammen vermutlich aus der späten Kaiserzeit (3.–5. Jahrhundert n. Chr.). Sie gelten als eine der am besten erhaltenen römischen Thermen Europas.

Noch mehr alte Steine gab es im antiken Theater. Das Römische liegt am Hang des Hügels, auf dem sich einst die Akropolis der griechischen Stadt Katane befand. Es wurde im 1. und 2. Jahrhundert unter römischer Herrschaft auf den älteren Strukturen eines griechischen Theaters aus schwarzem Lavagestein neu aufgebaut.

Der Zuschauerraum des Theaters verfügt über 23 Reihen, zwei Rundgänge und hat einen Durchmesser von 100 Metern. Insgesamt bot das Theater etwa 7000 Besuchern Platz. Der Wandelgang (Ambulacrum) geht wohl auf eine spätere Umbauphase zurück, als das Theater mit einer oberen Portikus umgeben wurde.

Westlich des Theaters liegt das halbrunde Odeon aus dem dritten Jahrhundert. Es wurde für Musik- und Tanzaufführungen genutzt und bot etwa 1300 Besuchern Platz.

Das Theater ist teilweise überbaut und deshalb nicht gänzlich ausgegraben. Von außen ist es gar nicht einsehbar, da es vollständig von Wohngebäuden umgeben ist. 

Die Kirche des San Benedetto ist eine Kirche aus dem 18. Jahrhundert. Sie wurde zwischen 1704 und 1713 im Stil des sizilianischen Barocks erbaut und dem Heiligen Benedikt von Nursia geweiht. Die Gewölbe wurden von Giovanni Tuccari, Sebastiano Lo Monaco und Matteo Desiderato um 1750 mit Fresken ausgestattet. Besonders erwähnenswert ist die Empore, die mit einer hohen Balustrade versehen worden ist, um die Nonnen vor neugierigen Blicken zu schützen, ihnen aber trotzdem die Möglichkeit zu geben, an der Messe teilzunehmen.

Spätbarocke Fassade des polnischen Architekten Stefano Ittar (1768).

Die Collegiata genannte Kirche S. Maria dell’Elemosina an der Via Etnea gehört zum UNESCO-Welterbe Spätbarocke Städte des Val di Noto. An der Stelle eines Tempels der Proserpina soll in den ersten Jahrhunderten des Christentums eine Kapelle errichtet worden sein, die Unserer Lieben Frau des Almosens geweiht wurde. Nachdem Catania 1693 durch das Erdbeben im Val di Noto (Verwaltungseinheit im Südosten Siziliens) zerstört worden war, wurde das Gotteshaus neu errichtet. Der Entwurf wird dem Jesuiten Angelo Italia (1628–1701), die Ausführung Antonio Amato zugeschrieben. Die gegen die Via Etnea gerichtete dreigeschossige, im Mittelteil konkave Fassade aus elfenbeinfarbenem Kalk- und olivfarbenem Sandstein (1768) ist ein Hauptwerk des in Rom ausgebildeten, mit einer Catanierin verheirateten polnischen Architekten Stefano Ittar (1724–1790).

An der Rückseite der Kirche gibt es einen kleiner Anbau im Jugendstil.

Und dann ist man wieder ganz schnell am Piazza del Duomo ...

Und da wir heute bei den Sehenswürdigkeiten sind, nehmen wir auch gleich noch den Fontana dell’Amenano mit. Der Amenano-Brunnen befindet sich auf der Südseite der Piazza del Duomo, vor dem Palazzo degli Elefanti und neben dem Palazzo del Seminario dei Chierici.

 

Hinter dem Brunnen führt eine Treppe aus Lavagestein zur alten Markthalle, der Pescheria. Und damit endet unser Tag, wo er auch begann - am Fischmarkt.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0