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Salerno - Frühstück in der Sonne

Regen uns Sonne wechseln sich heute ab, in sofern muss man die sonnigen Abschnitte genießen. Und das taten wir dann ach mit einem schönen leckeren Frühstück. Diesmal am Tisch draußen und nicht drinnen an der Bar.

Anschließend zog es uns, wie die Einheimischen auch, zur Uferpromenade, um sich die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen. Vorher gab es noch einen kurzen Zwischenstopp bei dem alten Hutmacher ...

Auch wir gönnten uns ein Platz in der Sonne und da ich bei dem alten Hutmacher ein neues Käppi erworben hatte, konnte ich es auch gleich der Öffentlichkeit präsentieren. Steht mir - oder was meint Ihr?

Piazza della Libertà  Über Kunst und Architektur läßt sich bekanntlich streiten. Es liegt im Auge des Betrachters, ob er/sie es schön findet. In dem Fall waren wir, meine Architektin und ich, uns einig - uns beide hat die Architektur nicht gefallen. Viel interessanter ist immer, was hat sich der Künstler oder Architekt dabei gedacht - oder was man meint, was er/sie sich dabei gedacht hat. 

Die Piazza della Libertà ist vom spanischen Architekten Ricardo Bofill entworfen worden. Mit einer Fläche von 28.000 m² ist er der größte Küstenplatz Europas. Der Platz ist Teil des größeren Projekts für das Gebiet Santa Teresa, das darauf abzielt, ein großes Gebiet von Salerno, das zuvor peripher war, neu zu entwickeln. Der Plan umfasst den Bau der Crescent, die Neugestaltung des Strandes von Santa Teresa, die Neuorganisation des Manfredi-Piers (neuer Kreuzfahrtknotenpunkt) und des Hafens von Santa Teresa, die Wiederherstellung des Diana-Kinos sowie den Bau eines neuen Straßensystems und öffentlicher Grünflächen. 

Für das Projekt der Piazza wurde das Hauptziel festgelegt, „ein neues Image und eine neue Identität der städtischen Hafenfront zu schaffen: die endgültige Öffnung der Stadt zum Meer“, durch die Wiederherstellung der visuellen und funktionalen Verbindung mit dem umgebenden Gewässer, die Fußgängerverbindung zu den angrenzenden Gebieten und die Beziehung zu den wichtigsten architektonischen Sehenswürdigkeiten wie dem Teatro Verdi, der Villa Comunale und dem Palazzo di Città.

Die Stadtverwaltung stellte spezifische Anforderungen an das Projekt, darunter – neben den bereits erwähnten – ein ausgewogenes Verhältnis von Tradition und Innovation im architektonischen Entwurf. Der Platz, der sich über die umliegende Bebauung erhebt, ist ein Halbkreis mit einem Durchmesser von 150 Metern. Seine Hauptachsen sind mit dem Stadtbild der Altstadt verbunden. Er markiert das Ende der Uferpromenade von Triest und verfügt über einen unterirdischen Bereich, der als öffentliches Parkhaus dient. Der Platz erstreckt sich über rund 28.000 Quadratmeter und liegt etwa 5 Meter über dem Meeresspiegel. 

 

Das war jetzt ein Teil des italienischen Wikipedia-Eintrages zu diesem Platz mit KI übersetzt. 

Für uns war der Platz einfach nur schrecklich. Man stelle sich den Platz nur mal im Hochsommer vor ... kein Baum, der Schatten spendet, stattdessen nur eine riesige gepflasterte Fläche. Ein Platz ohne jegliche Aufenthaltsqualität. Selbst wenn in die leerstehenden Läden irgendwann Restaurants und Geschäfte kommen. Seit 2021 ist der Bau fertiggestellt. Die Läden stehen alle noch leer, in einigen wird zur Zeit gearbeitet. 

Nach diesem Ausflug in die moderne Architektur haben wir und dann doch lieber wieder der alten, für uns deutlich interessanteren Architektur zugewandt: Monster di S. Giorgio. Die Kirche San Giorgio in Salerno gilt gemeinhin als die schönste Barockkirche der Stadt. Sie befindet sich in der Via Duomo, nur wenige hundert Meter vom Dom entfernt.

Unweit unserer Unterkunft haben wir dann noch per Zufall eine Ausgrabungsstätte gefunden, die kostenfrei zu besichtigen war:

Archäologischer Komplex von San Pietro a Corte

Der archäologische Komplex San Pietro a Corte befindet sich im historischen Zentrum von Salerno und dokumentiert archäologische Zeugnisse verschiedener historischer Ereignisse aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Der Eingang liegt am Larghetto San Pietro a Corte.

Das Areal erstreckt sich unter- und oberirdisch in verschiedenen stratigraphischen Schichten und birgt Dokumente von besonderem historischem, archäologischem und künstlerischem Interesse. Insbesondere stellt die Stätte das einzige archäologische Zeugnis lombardischer Palastarchitektur dar. Zu sehen sind außerdem ein Raum, der einem römischen Frigidarium (Bad) zugeschrieben wird, eine frühchristliche Grabstätte, ein Oratorium aus dem 12. Jahrhundert, ein mutmaßlicher Saal der Medizinischen Schule von Salerno sowie verschiedene Umbauten und Kunstwerke, die seit 1500 hinzugefügt wurden.

Die römischen Thermen

Am Fuße des gesamten Bauwerks befindet sich ein Teil eines Gebäudes aus der mittleren Kaiserzeit (spätes 1. bis frühes 2. Jahrhundert). Der Komplex war etwa 13 Meter hoch und in eine dynamische Abfolge von Räumen mit Kreuz- und Tonnengewölben unterteilt. Insbesondere das Frigidarium war in zwei Bereiche gegliedert: Der erste war von einem Kreuzgewölbe, der zweite, in dem sich ein Marmorbad befand, von einem Tonnengewölbe überspannt. Diese Räume liegen heute unterirdisch, etwa 5 Meter unter Straßenniveau.

Die Räume setzen sich nordöstlich unter dem heutigen Palazzo Fruscione fort, wo kürzlich ein Mosaikboden freigelegt wurde. Die Hypothese eines Caldariums unter der Kirche San Salvatore konnte durch archäologische Untersuchungen nicht bestätigt werden. Stattdessen wurde ein frühmittelalterliches Balneum auf Säulen aus der Langobardenzeit entdeckt.

Die Thermen wurden im 4. Jahrhundert, vermutlich aufgrund einer Überschwemmung, aufgegeben.

Man entdeckt doch immer wieder spannende Dinge. Morgen wollen wir dann einen Tagesausflug nach Pompeji machen. Auch das wird sicherlich wieder spannend.

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